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Beratung

Bei sich abzeichnenden Schwierigkeiten ist es für den Arbeitnehmer regelmäßig hilfreich, wenn der Anwalt nicht erst beauftragt wird, nachdem eine Kündigung ausgesprochen worden ist, sondern anwaltliche Beratung bereits im Vorfeld beginnt.

In der Regel gehen der Kündigung Vorzeichen voraus. Der Arbeitnehmer empfindet das Arbeitsverhältnis als "krank" oder zumindest "angeschlagen". In dieser Phase bestehen noch Gestaltungsmöglichkeiten, die durch gute Beratung optimal ausgeschöpft werden können.

Insbesondere gilt dies für leitende Angestellte. Passen diese – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr ins Konzept des Unternehmens, ist häufig festzustellen, dass sie nach und nach "kaltgestellt" werden.

Hier ist es wichtig, bereits in den ersten Stufen dieses Prozesses zu reagieren, um nicht später Rechtsnachteile zu erleiden.

Wir bieten neben den klassischen Dienstleistungen (Hilfe bei Kündigungen und Abmahnungen etc.) eine begleitende Beratung im Arbeitsverhältnis.
Dabei kann es mehrerer Gespräche bedürfen, um jeweils an den Dreh- und Angelpunkten des Arbeitsverhältnisses die richtige Reaktion abzustimmen und auch beurteilen zu können, welche Chancen bestehen, es noch zu retten.
Falls die Beendigung des Arbeitsverhältnisses unumgänglich ist, geht es darum, möglichst günstige Konditionen für Sie zu erreichen.
Besonderen Wert legen wir dabei auch auf mögliche "Nebenwirkungen". Dies betrifft vor allem die sozialrechtlichen Folgen, also Sperrzeit beim Arbeitslosengeld oder Anrechnung von Abfindungen auf den diesbezüglichen Anspruch.

Nehmen Sie also frühzeitig Kontakt mit uns auf!


Abfindung


In vielen europäischen Ländern haben Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis betriebsbedingt gekündigt wurde, einen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung durch den Arbeitgeber, dessen Höhe sich nach der Dauer des Bestands des Arbeitsverhältnisses richtet. Dies ist in Deutschland grundsätzlich nicht so.
Abfindungen werden aber häufig bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ausgehandelt. Über die näheren Voraussetzungen beraten wir Sie gerne.
Im Rahmen einer solchen ausgehandelten Abfindungslösung bietet es sich auch an, sämtliche weiteren Ansprüche und Streitfragen im Rahmen einer Gesamtlösung mit zu regeln, z.B. Urlaub, Freistellung, Sonderzahlungen und insbesondere den Inhalt des Zeugnisses.

Mit der Aufnahme des neuen § 1a in das Kündigungsschutzgesetz im Jahr 2004 wurde der oben beschriebene Grundsatz, wonach die Zahlung einer Abfindung gesetzlich nicht geschuldet ist, in einem Fall durchbrochen: Spricht der Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung aus und weist er bei Ausspruch der Kündigung darauf hin, dass der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist gegen die Kündigung eine Abfindung nach § 1a KSchG beanspruchen kann. Allerdings fristet diese Neuregelung ein "Mauerblümchendasein". In der Praxis wird von ihr so gut wie nie Gebrauch gemacht.

Trotzdem vorsorglich für den Fall, dass Sie eine betriebsbedingte Kündigung verbunden mit einem Abfindungsangebot nach § 1a KSchG erhalten haben, folgende Hinweise:
Auch hier können sich noch eine ganze Reihe von Fragen ergeben, vor allem was die ordnungsgemäße Form des Angebots und die Höhe der Abfindung betrifft.
Im übrigen stellt die für diesen Fall im Gesetz enthaltene Abfindung in Höhe von 0,5 Monatsverdiensten für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses keine Obergrenze dar.
Auch bei einem solchen Angebot nach § 1a KSchG ist deshalb eine Beratung sinnvoll, um auszuloten, ob das Angebot angenommen wird oder möglicherweise im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses noch günstigere Lösungen zu erreichen sind. Zum einen kann dies die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses sein. Zum anderen aber auch im Einzelfall eine höhere Abfindung. Ferner bietet diese Vorgehensweise die Möglichkeit sämtliche noch bestehenden bzw. streitigen Ansprüche im Rahmen einer "Paketlösung" gleich mit zu regeln.


Rechtsschutz

In sogenannten Familienrechtsschutzverträgen ist auch ein Arbeitsrechtsschutz enthalten. Dieser greift regelmäßig bei Kündigungen, Abmahnungen etc. In anderen Fällen muss dies gesondert geprüft und mit Ihrer Rechtsschutzversicherung geklärt werden.


Die wichtigsten Verhaltensregeln für Arbeitnehmer
  • Arbeitsvertrag durchlesen und Pflichten einhalten

  • Besondere Vorsicht im sogenannten "Vertrauensbereich"
    Keine Schädigung der Vermögensinteressen des Arbeitgebers
    (Keine - auch noch so geringwertige - Materialien oder Bürogegenstände
    mitnehmen. Spesenabrechnungen sorgfältig und wahrheitsgemäß vornehmen.
    Keine Privatnutzung von Dienstwagen, Telefon, Internet etc. ohne Erlaubnis des
    Arbeitgebers).

  • Nie ein Schriftstück unter Druck unterschreiben
    Den Arbeitgeber bitten, das Dokument zu übergeben, damit man es in Ruhe durchlesen und gegebenenfalls unterschrieben zurückgeben kann.
    Sofortige Beratung suchen.
    Vorsicht bei Aufhebungsverträgen: Sozialrechtliche Nebenwirkungen (Arbeitslosengeld)!

  • Bei sich abzeichnenden Problemen eigene Dokumentation
    Halten Sie für sich selbst wichtige Gespräche oder Situationen fest. Das ist einem späteren Arbeitsgerichtsprozess oft schon die "halbe Miete". Inhalt von Aussagen, Zeit und Ort sowie anwesende Personen (Zeugen) schriftlich festhalten.

  • Bei Kündigung sofortige Beratung suchen:
    Dreiwochenfrist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage.
    Sofort beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden.

  • Bei erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen Schwerbehindertenantrag stellen
    Voraussetzungen mit Hausarzt abklären. Spätestens bei Kündigung Schwerbehindertenausweis sofort dem Arbeitgeber vorlegen bzw. mitteilen, dass ein Antrag gestellt wurde.
    Soweit rechtzeitig ein Grad der Behinderung von mindestens 50 festgestellt wurde, besteht Sonderkündigungsschutz.

  • Befristete Arbeitsverhältnisse
    Bei Entfristungsklagen: Dreiwochenfrist für Klage gegen die Befristung (ab vereinbartem Ende des Arbeitsverhältnisses) beachten.

  • Ausschlussfristen im Arbeitvertrag, evtl. Tarifvertrag, beachten
    Bei verspäteter oder nicht formgerechter Geltendmachung können Ansprüche verloren gehen.

  • Mehrarbeit (Überstunden) detailliert erfassen und abzeichnen lassen
    Ansonsten nach der einschlägigen Rechtsprechung im Streitfall kaum Chancen auf Durchsetzung.

  • "Kalte Versetzungen" ernst nehmen. Beratung suchen
    Der Entzug von Kompetenzen oder die faktische Herabstufung in der innerbetrieblichen Hierarchie muss zeitnah gerügt werden, ansonsten drohen Rechtsverluste.

  • Befristete Arbeitsverträge
    Haben Sie Zweifel an der Zulässigkeit der Befristung, rechtzeitig Beratung suchen. Gegebenenfalls muss spätestens innerhalb von drei Wochen nach Ablauf des Vertrages Klage beim Arbeitsgericht eingereicht werden.